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Stress vor Weihnachten? Nicht mit mir!

Eine ganz normale besinnliche Vorweihnachtszeit. Oder?

Ach, was lieben wir diese besinnliche, schneeumflockte Weihnachtszeit. Überall Jingle-Bells, leise Weihnachtsmusik in den breiten Gängen der Einkaufszentren, künstliche Weihnachtsbäume, deren Sterne auf der Spitze fast die Decke berühren und das kuschelige Voranschieben in sanfter Umhüllung beseelt dreinblickender Weihnachtsshopper. Wie schön.

Und plötzlich ist der 1. Advent. Ich blicke auf die Uhr und bin erleichtert: Na, da ist ja noch jede Menge Zeit, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Und ich werde einen Teufel tun und mich samstags auf die Suche zu begeben. Ich mache das entweder online oder nehme mir zum gemütlichen Weihnachtsgeschenke shoppen einen Tag frei.
So geht das!

Zwei Wochen später schwebt dieser Vorsatz nach wie vor nur in groben Teilen umgesetzt (Habe ein paar Geschenke online gekauft) über meinem gestressten Haupt. Die Zeit ist mal wie immer zu knapp und dann rennt die auch noch. Meistens mir davon. Weil die Weihnachtsfeiern sich die Hand geben, die Freunde sich zum Weihnachtsbrunch ganz unbedingt noch vor den Feiertagen treffen wollen, Weihnachtsmärkte ja auch einen Besuch wert sind und vielleicht finde ich ja dort ein passendes Geschenk (noch nie passiert!). Oder weil eben. Gewöhnlich fehlt mir dann nur noch das EINE Geschenk. Das ganz Besondere für den Partner oder eben das für die Eltern, Schwiegereltern, Großeltern, die schon alles haben.

Spätestens jedoch am 23. Dezember, kommt sie dann auch, die Frage meines besten Ehemannes von allen:

„Sag mal, Liebling, was wünschst du dir denn eigentlich zu Weihnachten?“
Ich zucke mit den Schultern. „Weltfrieden? Die schnuckelige kleine Villa am Schlosspark? Ein Cabrio wäre auch ganz nett. Oder nein, warte, eine Kreuzfahrt. Australien wäre schön.„
»Geht auch ein Buch?«
»Spitze!« Ich hebe den Daumen. »Bücher gehen immer, Hase.«
Mein Mann atmet erleichtert auf und rast zu seinem Tablet, um in meiner Wunschliste zu stöbern.

Als Nächstes erinnere ich mich daran, dass der unbeschwerte und tannenduftgeschwängerte Abend nicht mehr weit ist und die Familie einrückt. Spätestens jetzt erwischt mich die vorweihnachtliche Hektik: An alles gedacht? Alle Geschenke eingepackt (inklusive des jährliche Gutscheins für die Schwiegereltern, die bereits alles haben und nicht auf Überraschungen stehen)? Alle Zutaten für das Weihnachtsmenü im Haus? Und wo verdammt ist das Kniffel-Spiel, das jährlich zu Heiligabend ausgegraben wird, weil Kniffel spielen für meine Eltern auf den 24.12 ritualisiert ist?

Ich blicke aus dem Küchenfenster. Dunkel. Klar, oder? Doch ich tröste mich, ab dem 25.12 werden die Tage wieder länger.
Und vielleicht der Schneematsch weniger.

Ich sehne mich nach Sonne, Strand und einem Cocktail in der Hand

und blinzele durch das warmweiße Leuchten der Lichterkette hinaus in den Vorgarten.
Mein Nachbar ist dabei, seinen Drahtweihnachtsbaum aufzustellen – wie jedes Jahr. Ich beobachte, wie er die Lichterkette einschaltet und so glücklich dabei lächelt, dass es beinahe das grellblickende Blau seines aus dem weihnachtlichen Herzen geklöppelten Drahtgestells in Form einer Tanne mit BlingBling überstrahlt.
Dann programmiert er die Zeitschaltuhr und ich weiß: Mein erster Kaffee am frühen Morgen wird die nächsten Wochen blau blickend in Szene gesetzt.

Die Farben von Weihnachten - Jedem das seine ...

Für mich ist Weihnachten Rot, Gold, Weiß und mit einem warmen Kerzenschein untermalt. Wenn ich blinkendes Blau will, gehe ich in eine Disco oder auf eine Veranstaltung wie zum Beispiel Toxicator.

Ich seufze, schnappe mir ein Buch, kuschele mich in meinen Lieblingssessel und lass es draußen blinken. Stress vor Weihnachten? Nicht mit mir!

Nächstes Jahr kaufe ich alle Geschenke im Sommer! Ich werde Weihnachtsromane lesen und Weihnachtsfilme ansehen, bis ich dauergrinsend durch den 24.12 schwebe. Und an Heiligabend wird es Kartoffelsalat mit Würstchen geben.

Und wenn ich dann so richtig eingestimmt bin, schreibe ich den Weihnachtsroman für das kommende Jahr.

Weihnachtsroman "Schneeflockenküsschen" von Jo Berger

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Liebesromane mit Humor und Happy End. Lachen, weinen und seufzen, wunderbare Bilder im Kopf. Das ist Jo Bergers Stärke.

Die Autorin lebt mit ihrem Mann und einer Tochter in der Metropolregion Rhein-Neckar. Seit 2013 schreibt sie Liebesromane und Kurzgeschichten mit Humor. Die Leser lieben ihren Witz, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger Geschichten schreibt, dann immer mit viel Herz und Humor. In ihren Romanen geht es um die ganz große Liebe, um Lebenslust, Glück und große Gefühle, aber auch Drama, Missverständnisse und Zweifel. Natürlich immer mit einem zum Seufzen schönen Happy End. Es geht um Frauen in den Achterbahnen des Lebens, um Traummänner, beste Freundinnen und Lebensträume.

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