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Punkrock – ein überholter Sound?

Angeblich war es die britische Band „Sex Pistols“ um den Sänger John Lydon und den wegen übermäßigen Drogenkonsums viel zu früh verschiedenen Bassisten Sid Vicious, die den Grundstein für die Musikrichtung Punk gelegt hat.

Andere Insider sind der festen Überzeugung, dass die Musikrichtung erst durch US-amerikanische Bands wie die „Ramones“ oder die „Dead Kennedys“ zu dem geworden ist, was heute als Punkrock bezeichnet wird. 


In jedem Fall war es der Wille zum Protest gegen den Mainstream, der überhaupt erst möglich machte, dass zahllose Jugendliche weltweit beschlossen haben, zumindest optisch dem Establishment den Kampf anzusagen.

Abgrenzung um jeden Preis?

Bunte Haare, mit Nieten besetzte Lederjacken und besetzte Häuser waren auch in Deutschland das Markenzeichen der Bewegung namens Punk.
Von Anfang an ging es darum, anders zu sein als die eigenen Eltern.
Wie bei den meisten Jugendbewegungen dauerte es nicht allzu lange, bis die Szene von der Musikbranche vereinnahmt und als Einnahmequelle begriffen wurde.
Hierzulande waren es vor allem Bands wie die Ärzte oder Die Toten Hosen, die bis heute als Paradebeispiele des Widerstandes und der Rebellion von mehr als einer Generation verstanden wurden.

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Widerstand trotz gesellschaftlicher Anerkennung

Ähnlich wie es Strömungen wie Heavy Metal, Hip Hop oder dem Hardrock der 1970er Jahre erging, wurde auch Punk zu etwas stilisiert, was bis heute Millionen Fans fesselt.
Und dennoch umgibt den Punk ein ganz besonderer Flair, der davon kündet, dass trotz der Erfolge von Bands wie Green Day nach wie vor die Verweigerung vorherrscht.

Nichtsdestotrotz ist Punk eines der besten Beispiele dafür, dass Szenen auch dann am Leben bleiben, wenn sie dem vermeintlichen Ausverkauf vermeintlich zum Opfer gefallen sind.
Und zwar auch dann, wenn die Hörer längst der Pubertät entwachsen sind und einem normalen Berufsleben nachgehen. Andersartig sein und Teil der Gesellschaft zu sein, geht eben dennoch.
Immer unter dem Vorbehalt, dass Anhänger in ausweglosen Situationen eben doch anderer Meinung sind und Widerstand leisten.

Punk is not dead

Wenn man Punk unbedingt definieren will, dann wohl am ehesten so, dass selbst Menschen mit gutem Einkommen bei passender Gelegenheit zum Ausdruck bringen, wenn Ihnen gesellschaftlich zweifelhafte Wendungen wie in der aufkommende Wirtschaftskrise gegen den sprichwörtlichen Strich gehen, weil ein Großteil der Gesellschaft zu kurz kommt.

Und dabei muss es eben für die Punks von heute nicht mehr allein um die optische Abgrenzung 

durch Tattoos, bunte Haare und merkwürdige Kleidung gehen.
Unzufriedenheit mit dem Stand der Dinge und Verärgerung reichen aus. 

Auch wenn die heutigen Punks nicht mehr zwingend im Untergrund leben und die typische Frage „hasste mal einen Euro“ stellen.

Autor: Matthias Nemack

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