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Kreditkarten sind nicht nur sprichwörtlich in aller Munde.

Vor allem Personen, die aus privaten oder beruflichen Gründen viel unterwegs sind, wissen die Vorzüge der Zahlungsmittel zu schätzen.


Erste Kartenmodelle wurden bereits in den 1960er Jahren angeboten. Über etliche Jahren hinweg jedoch waren Kreditkarten eher etwas für Besserverdiener als für den durchschnittlichen Berufstätigen.
Dieses Image hat sich schrittweise verändert.

Heute kann im Prinzip jeder Verbraucher einen Antrag stellen und auf eine Bewilligung von Seiten der Kreditkartengesellschaft hoffen. Der Markt befindet sich dabei in einem steten Wandel, der zumindest bedingt mit den Entwicklungen im Mobilfunksektor verglichen werden kann.

Kreditkarte ohne Jahresgebühren – geht das?

In beiden Wirtschaftszweigen gibt es neben den klassischen Vertragsmodellen mit monatlich oder jährlich abgerechneter Nutzungsgebühr so genannte Prepaid-Produkte.
Prepaid – der Name deutet es bereits an – steht für Produkte, die nur mit einer einmaligen Anschlussgebühr, aber ohne regelmäßige Gebühren für die Nutzung auskommen.
Im Gegenzug können Inhaber dieser Kartenmodelle nur über Guthaben verfügen, das sie selbst zuvor als Guthaben auf das Kreditkartenkonto eingezahlt haben.
Vor dem Reiseantritt sollten Verbraucher also eine möglichst genaue Vorstellung davon haben, wie viel Geld sie auszugeben gedenken, wenn nicht im Notfall doch noch die herkömmliche EC-Karte genutzt werden soll, weil das in der Heimat eingezahlte Guthaben bereits vorzeitig aufgebraucht ist.

Vertragsmodelle oft nur für Kunden mit ausreichender Bonität

Karten mit dauerhafter Vertragsbindung bieten den Inhabern einen Kreditrahmen. Dieser wird oft vergleichbar hoch angesetzt wie der Dispositionskredit beim Girokonto. Der dreifache Betrag des monatlichen Bruttoeinkommens ist üblich an dieser Stelle der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Im Unterschied zur Prepaid-Kreditkarte jedoch wird nicht jeder Antragsteller in den Genuss von Produkten mit Kreditrahmen kommen. Im Rahmen der Antragsprüfung ist eine Anfrage bei der Auskunftei Schufa obligatorisch.
Bei finanziellen Schwierigkeiten in der näheren Vergangenheit ist mit einer Ablehnung des Kartenwunsches zu rechnen.

Anders verhält es sich bei Prepaid-Karten. Hier wird auf die Bonitätsprüfung mehrheitlich verzichtet. Darüber hinaus sind viele Produkte auch für minderjährige Interessenten und zu einem günstigeren Preis erhältlich. Natürlich nur bei Zustimmung durch die Erziehungsberechtigten. Im Falle von Online-Einkäufen haben Eltern die Ausgaben ihres Nachwuchs so optimal im Blick. Denn mehr als das eingezahlte Guthaben können Kinder und Teenager nicht ausgeben.

Augen auf bei drohenden Nebenkosten

Für viele Verbraucher mag angesichts dieser Vorzüge der Prepaid-Karten die Entscheidung leicht erscheinen. Doch vor der Auswahl gilt es, sich einen Moment auf die Nebenkosten der verschiedenen Kreditkarten zu verwenden. Und genau hier können die Guthaben-Kreditkarten in vielen Fällen deutlich kostspieliger werden. Gebühren für die Einzahlung des Guthabens, hohe Kosten für Bargeldabhebungen am Automaten – entweder in Form eines Fixums oder als prozentualer Anteil der abgebuchten Summe – oder üppige Auslandsgebühren bei Kartenzahlungen außerhalb der Euro-Währungszone sind Risikofaktoren, die vor allem Prepaid-Kreditkarten am Ende zu einem teuren Vergnügen machen können.

Nur wer vergleicht, kann wirklich sparen

Am Gebührenvergleich führt aber bei den Karten mit Vertragsbindung kein Weg vorbei, wenn Antragsteller kein böses Erwachen bei Lektüre der ersten Abrechnung erleben möchten.
Einmal Geld am falschen Automaten abgehoben und schon steigen die Gebühren rapide an.
Zumal: Gerade bei Inanspruchnahme des individuellen Kreditrahmens gilt es zu vergleichen, welche Kosten anfallen. Viele Kartenanbieter bieten eine vorübergehende Phase der Zinsfreiheit von meist ein bis drei Monaten. Erfolgt die vollständige Rückzahlung der beanspruchten Kreditsumme, werden keine Zinsen berechnet. Bei Bevorzugung einer Ratenzahlung indes halten die Kartengesellschaften nur allzu gerne die

Unterm Strich ist zu sagen:

So groß das Interesse an einer neuer Kreditkarte sein mag. Überstürzen sollte man nichts. Sonst kauft man am Ende doch die Katze im Sack. Ein ausführlicher Produktvergleich ist schon deshalb lohnend, weil es sowohl bei Prepaid- als auch bei Postpaid-Karten zahlreiche Extras wie einen Versicherungsschutz für Mietwagen oder Auslandsaufenthalte, Rabattprogramme für die Leihwagen oder Hotelzimmer-Buchung und vieles mehr gibt, was bei cleverer Auswahl einiges an Geld spart.

Autor: Matthias Nemeck

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