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Die Telefonbewerbung

Autorin: Katy Trick

Mit welcher Vorbereitung, wann und wie bewirbt man sich telefonisch?

Bei guter Planung ist die Telefonbewerbung eine geeignete Methode, Vorteile gegenüber Mitbewerbern zu erzielen und den Erfolg der schriftlichen Bewerbung zu erhöhen.

In Stellenanzeigen finden Sie manchmal den Namen eines Ansprechpartners und seine Telefonnummer für eventuelle Fragen.
Wenn Sie dort anrufen, zeigen Sie Interesse und verschaffen sich möglicherweise Vorteile gegenüber Mitbewerbern.

Wird in der Anzeige jedoch nicht ausdrücklich darum gebeten, telefonisch Kontakt aufzunehmen, dann tun Sie das nur, wenn Sie wirklich sinnvolle Fragen haben.
Solch ein Anruf kann Ihnen Zeit und Geld sparen, sollte sich herausstellen, dass die ausgeschriebene Stelle nicht zu Ihnen passt.

Bei einer Initiativbewerbung ist ein vorheriges Telefongespräch Pflicht, um zu erfahren, ob in dem Unternehmen in absehbarer Zeit überhaupt eine Stelle zu besetzen ist. So können Sie in relativ kurzer Zeit bei einer großen Zahl an Unternehmen anfragen, ob Interesse an einer Bewerbung besteht.

Wenn es auch schlichtweg Stress bedeutet, bei einem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber anzurufen, so lohnt es sich doch durchaus.
Die gezielten Auskünfte zur ausgeschriebenen Stelle und zu den genauen Anforderungen an den Bewerber, die Sie dabei erhalten, sind wertvolle Informationen für Ihre schriftliche Bewerbung. Denn eine Telefonbewerbung ist eine Vorabbewerbung. Sie ersetzt keinesfalls eine schriftliche Bewerbung.
Machen Sie sich ebenso bewusst, dass Sie einen ersten Eindruck hinterlassen wollen, mit dem Sie auf Unternehmensseite Interesse wecken.

Das Wichtigste bei einer Telefonbewerbung: gründliche Vorbereitung

Für eine erfolgreiche Telefonbewerbung ist es unumgänglich, dass Sie sich zuvor über das Unternehmen informieren. Rufen Sie niemals spontan an.
Überlegen Sie sich, was genau Sie bei dem Anruf erfahren wollen. Notieren Sie diese Fragen.
Stellen Sie nur präzise Fragen zu der zu besetzenden Position. Fragen Sie nichts, was bereits in der Stellenanzeige steht. Damit vergeuden Sie nur die Zeit Ihres Gesprächspartners und hinterlassen einen negativen Eindruck.

Die Stellenanzeige, auf die Sie sich bewerben, sollten Sie exakt benennen können.
Bei einer Initiativbewerbung müssen Sie eine Erklärung parat haben, wieso Sie Interesse an genau dieser Firma haben.

Bieten Sie in maximal fünf Sätzen einen Überblick über Ihren Werdegang und Ihre Qualifikationen.
Was sind Ihre Stärken, welche Erfahrungen bringen Sie mit?
Welche Vorteile könnte ein neuer Arbeitgeber daraus ziehen?
Formulieren Sie diese Sätze aus und schreiben Sie sie auf.
Legen Sie wichtige Unterlagen wie Zeugnisse und Lebenslauf neben das Telefon, um darauf wie auf eine Art Spickzettel zurückgreifen zu können.

Rechnen Sie immer mit Fragen Ihres Ansprechpartners.
Das ist sogar ein gutes Zeichen, denn es zeigt Interesse an Ihnen.
Überlegen Sie im Voraus überzeugende Antworten auf eventuelle Fragen.
Meiden Sie detaillierte Anfragen zum Gehalt und zur Urlaubsregelung. Sie werden ungern in einem ersten Telefonat beantwortet.

Entwerfen Sie ein Konzept für den möglichen Gesprächsverlauf, damit Sie keinen wichtigen Punkt vergessen.
Trainieren Sie das Telefonat, allein oder mit einem Partner.
Finden Sie dann heraus, wer im Unternehmen für Personalfragen zuständig ist. Lassen Sie sich nur mit dieser Person verbinden.

Wann und wie man eine erfolgreiche Telefonbewebung führt

Führen Sie ein telefonisches Bewerbungsgespräch nur dann, wenn Sie ausgeruht und in guter Verfassung sind.
Meiden Sie den Montagvormittag und den Freitagnachmittag. Um die Mittagszeit kann es ebenso schwierig werden, den Gesprächspartner zu erreichen.

Telefonieren Sie über Festnetz und sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind.
Halten Sie Schreibzeug bereit. So können Sie sich Notizen von dem Gespräch machen und diese vielleicht später für Ihr Anschreiben verwenden.
Setzen oder stellen Sie sich zum Telefonieren aufrecht hin.
Lächeln Sie, das verleiht Ihrer Stimme einen sympathischen Klang.
Bemühen Sie sich, ruhig, klar und deutlich zu sprechen.

Die ersten Worte eines Telefonats werden oftmals nicht richtig verstanden.
Wenn Sie sich mit dem Personalverantwortlichen verbinden lassen, nennen Sie deshalb erst nach der Begrüßung Ihren Namen und den Grund Ihres Anrufes.
Fragen Sie, ob der Personalbeauftragte Zeit für ein Gespräch hat.
Ist das nicht der Fall, vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.
Diesen müssen Sie unbedingt einhalten.

Läuft das Telefonat gut, klären Sie, wem Sie Ihre schriftliche Bewerbung schicken dürfen und welche Unterlagen sie enthalten soll.
Bitten Sie auch um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.
Seien Sie zu jeder Zeit höflich.

Danken Sie Ihrem Gesprächspartner zum Abschluss, dass er sich Zeit genommen hat.
Verabschieden Sie sich freundlich, selbst wenn Ihr Telefonat zu keinem für Sie befriedigenden Ergebnis geführt hat.
Verläuft das Gespräch insgesamt positiv, doch das Unternehmen hat eben zurzeit keine Stelle zu besetzen, dann fragen Sie, wann Sie sich wieder melden dürfen.

Vielleicht hat der Personalbeauftragte auch einen Tipp für Sie, wo eine ähnliche Stelle zu besetzen ist.

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