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Diagnose Meniskusriss

Artikel verfasst von Katy Trick und durch Überlassung an den Admin eingebunden...

Katy Tick ist Autorin und Lektorin
Kinderbuchautorin  von  "das Kullermännchen" ab 7 Jahre  und
von "Jakob und ein oberdoofer Tag" ab 9 Jahre

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Was kommt auf den Patienten zu, wenn der Arzt die Diagnose Meniskusriss stellt?
Es gibt verschiedene Behandlungs- und Operationsmethoden.

Die Menisken sind die halbmond- und keilförmigen Knorpelscheiben im Knie, die dafür sorgen, dass der Oberschenkelknochen reibungslos auf dem Schienbein gleitet.
Druck- und Zugkräfte fängt der Knorpel ab und gleicht sie aus.

In jedem Knie gibt es den Innen- und den Außenmeniskus. 
Der innere reißt häufiger ein, weil er weniger beweglich ist als der äußere.
Bei starkem Verschleiß im Knie, bei einer dauerhaften Beinfehlhaltung oder einer plötzlichen Drehbewegung, beispielsweise beim Sport oder bei einem Unfall, kann der Meniskus einreißen.

Das Knie schmerzt dann bei Bewegung und Belastung, es fühlt sich instabil an, manchmal knackt es auch, kann nicht richtig gestreckt werden oder blockiert vollständig.
Mithilfe einer Kernspintomografie und/oder Gelenkspiegelung (Arthroskopie) wird der genaue Schaden untersucht.

Lautet die Diagnose tatsächlich Meniskusriss, kommt nur in den wenigsten Fällen, nur bei kleinen Rissen und ansonsten sehr stabilen Menisken, eine konservative Behandlungsmethode mit Medikamenten, Bewegungstherapie, eventuell auch Elektrotherapie infrage.

Fast immer ist beim Meniskusriss eine Operation unumgänglich

Damit ein verletztes Kniegelenk wieder vollständig und schmerzfrei beweglich wird, ist meist eine OP notwendig.
Das ist eine Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie), bei der ein kleines Endoskop ins Knie eingeführt wird.
Der Patient bekommt eine Teil- oder Vollnarkose.

Ohne eine Operation kann der Meniskus weiter einreißen, die Beschwerden des Patienten verschlimmern sich.
Länger bestehende Meniskusrisse bilden außerdem in vielen Fällen einen Knorpelschaden im Bereich des Risses aus.

Während der OP wird das Knie zuerst einmal durchgespült, so hat der operierende Arzt eine bessere Sicht.
Durch einen eingeführten Stab kann dann das Innere des Knies auf einem Monitor betrachtet werden.

Je nach Verlaufsrichtung des Risses kommen unterschiedliche Operationsmethoden zum Einsatz.

Die Meniskusrefixation

Bei der Meniskusnaht versucht der Arzt, den kompletten Meniskus zu erhalten.
Mit hochwertigem Nahtmaterial oder mit Meniskuspfeilern aus resorbierbarem Material wird der verletzte Meniskus wieder befestigt.

Das ist allerdings nur bei Rissen an der Meniskusbasis möglich, denn dort begünstigt eine gewisse Durchblutung des Meniskusgewebes die Heilung.
Außerdem erfordert die Meniskusrefixation eine lange Nachbehandlung.

Zwar kann das Knie relativ schnell wieder belastet werden.
Aber eine Streckschiene schränkt die Bewegungsfreiheit des Patienten für etwa drei Wochen ein. Sport ist erst nach einem halben Jahr wieder möglich.

Die Meniskusteilresektion

Die Teilentfernung eines verletzen Meniskus ist die häufigste Operationstechnik.
Dabei wird das gerissene Stück entfernt, um den Meniskus insgesamt wieder zu stabilisieren.
Bereits kurz nach der OP kann das Knie wieder teilweise belastet werden, ist jedoch schon frei beweglich.

Der Patient bekommt zur Entlastung für einige Tage Unterarmgehhilfen und in den weiteren Wochen Krankengymnastik.

Der Meniskusersatz

Ist der Meniskus zu über 80 Prozent zerstört, muss ein Implantat ihn ersetzen, denn ein fehlender Meniskus führt zu frühzeitiger Arthrose, also Gelenkabnutzung.
Das Implantat kann ein Spendermeniskus sein.

Da es hier im Gegensatz zu inneren Organen keine Abstoßungsreaktion gibt, ist keine lebenslange Medikamenteneinnahme erforderlich.
Die Wartezeit auf einen passenden Spendermeniskus ist oftmals lang.

Ein künstlicher Meniskus besteht neuerdings entweder aus Polyurethan, meist jedoch aus bovinem Collagen, das seit dem Jahr 2000 in der EU zugelassen ist und in internationalen Studien untersucht wurde.

Das Knie darf erst nach etwa sechs Wochen belastet werden. Ansonsten ist die Nachbehandlung der bei der Meniskusrefixation vergleichbar.
Die vollständige Ausheilung kann bis zu sechs Monaten dauern.

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