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Arbeitest Du noch oder lebst Du schon?

Frei nach dem Ikea Slogan „wohnst Du noch oder lebst Du schon“ fragen inzwischen eine Reihe Angestellter in agil organisierten Firmen die Kollegen der klassisch organisierten Firmen.

Was ist los in unserer Arbeitswelt, dass nun solche Fragen gestellt werden?
Immer mehr Stimmen sind zu hören, die sagen, dass unsere Management- und Organisationstheorien nicht mehr zeitgemäß seien.

Sie gehörten dringendst in die Keller der Geschichte und neuen müssen her.
Haben sie Recht?

Schauen wir uns an, in welchem Zeitraum die meisten von ihnen entstanden.
Es war die Zeit von Henry Fords Idee, dass jeder Amerikaner ein eigenes Auto fahren können sollte, also Anfang des 20. Jahrhunderts, 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung.

Die stark ansteigende Produktion brauchte schnell viele Arbeiter.
Nachschub an Menschen gab es damals reichlich, wanderten doch viele aus der damals so genannten „Alten Welt“ in diese Neue ein.

Allerdings war der überwiegende Teil schlecht gebildet.
Also musste die anfallende Arbeit in möglichst kleine Aufgabe runter gebrochen werden, so dass die Einarbeitungszeit gering war.

Das entsprach auch dem exponentiellen Gefälle des Wissens und auch Gehalts eines Arbeiters.
Im Industriezeitalter mit einer Befehlsstruktur von oben nach unten sicherlich passend und erfolgreich.
Nun sind wir aber 100 Jahre weiter.

Wir sind mitten im Informationszeitalter.
Und der Wandel in Bezug auf neue Technologien, Produkten, Methoden und dem dazugehörigen Wissen vollzieht sich in schwindelerregend in immer kürzeren Zeitabständen.

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Früher besaß der Leiter eines Teams auch das meiste Wissen für die Erledigung der Arbeiten.
Heute hat er kaum noch eine Chance.
Das Verhältnis hat sich gedreht.

Die Experten sind nun die Team-Mitglieder selbst.
Die Rollen und das Selbstverständnis aller Beteiligten ändern sich derzeit stark.
Der Manager wird zum Moderator und damit zum Dienstleister seines Teams.

Damit werden die Entscheidungen auch immer weiter auf den unteren Ebenen der Pyramide getroffen.
Dort wo die Lösungsexperten sind und am besten wissen, was es braucht, um effektiv und effizient zu arbeiten.

Experten brauchen auch diese Entscheidungsfreiräume, wenn sie entsprechend agil und kreativ auf die sich schnell verändernden ökonomischen Rahmenbedingungen reagieren sollen.
Solcherart arbeitende Menschen sind dann selbstgesteuert und daher intrinsisch motiviert.

Sie kommen in jenen Flow, der immer von Forschern erzählt wird, wenn sie ihr selbstgestecktes Ziel vor Augen sehen und diese möglichst schnell erreichen wollen.
In diesem Flow ist es nicht mehr anstrengende Arbeit sondern erfüllendes Leben.

Die aus diesen Umständen resultierenden neuen Methoden nennen sich dann Management 3.0, Dynamic oder Collaborative Governance oder gar Sociocracy.
Das Bild der Befehlspyramide wandelt sich in die eines Pfirsichs.

Im Kern die Koordienierer und an der Peripherie die sich selbst organisierende Zellen mit Kontakt zum Markt.
Die Mitbestimmung der Mitarbeiter wird gestärkt bis hin zu Mitgesellschaftern.
Die Arbeitszeiten werden fließend und verschwimmen mit der Freizeit.
Die Arbeitsplätze werden virtuell, Dank mobiler Geräte.

Gibt es Firmen, die als Referenzen genannt werden können?
Definitiv: in Deutschland sind die Drogeriekette DM, das Beratungshaus it-tagile, der Laufschuhproduzent Lunge so aufgestellt.
Andere sind Semco in Braslien und Svenska Handelsbanken in Schweden.

Der Wandel hat begonnen.
Das Umdenken wird von den sozialen Netzwerken befeuert. „Share and Win“ heisst das Prinzip.
Wer gut vernetzt ist und sein Wissen schenkt, der bekommt es bei Bedarf hundertfach in kürzester Zeit zurück.

Lösung sei Dank.
Wer Wissen bunkert, darf sich in dieser neuen Informationskultur nicht wundern, wenn er hinten anstehen wird.

Autor: Dr.Martin Bartonitz

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